| St
Paul de Vence
Département Alpes Maritimes, Autobahn A8. Im
Hinterland zwischen Cannes und Nizza, 62 km vom Flughafen
Nizza Côte d'Azur entfernt.
Geschichte
Wilhelm, Graf von Provence, befreite das Land am Ende
des 10. Jahrhunderts, nachdem es wie die gesamte übrige
Provence von den Römern besetzt war und anschließend
die Invasion der mit den Burgundern verbündeten
Sarazenen erdulden musste. Das Land von Vence wurde
unter 2 Familien aufgeteilt :Den Reillane-Vence und
den Orange-Mévouillon. Die Reillanes sitzen
für gut ein Jahrhundert in Vence, Gattières
und Gaude. Nach dem Tod der Königin Jeanne im
Jahre 1382 hat die Provence 2 Päpste und 2 Herrschaftshäuser:
das Haus von Anjou und das Haus von Duras. Saint-Paul
und Nizza schließen sich den Duras an, die Gegend
um Grasse hingegen folgt dem Haus Anjou. Das Land
wird von Kriegen verwüstet.1480 wird es Hauptort
der Viguerie und erlangt somit eine gewisse Autonomie.
Im Laufe der französischen Geschichte führt
die Grenzstadt Saint-Paul de Vence viele Kriege mit
den Nachbarländern. Sie verliert an Einfluss,
als Napoléon III. das aktuelle Département
Alpes Maritimes gründet. Nach dem ersten Weltkrieg
verleihen weltberühmte Künstler dem Ort
Saint Paul de Vence wieder eine neue Blütezeit.
Freizeit und Kultur
In diesem Dorf mit seinen fast 3000 Einwohnern lässt
es sich gut leben und herumflanieren. Ihre Schritte
führen Sie zunächst an der Stadtmauer entlang,
wo Sie die gesamte Küste überblicken können.
Dann geht es weiter zur Kapelle Saint-Michel, die
1480 gegründet wurde. Ein bisschen weiter stoßen
Sie auf die Porte d'Italie (Stadttor) und ihre 2 Bastionen.
Sie folgen dann dem Rundweg der Kurtine (Wehrmauer)
Saint-Claude, die Sie zum ehemaligen Brotofen führt.
Von dort folgen Sie der Kurtine Sainte-Trinité,
die Sie zur Plattform Barry de Flory und zur Kurtine
Saint-Sébastien bringt.
Die im Norden gelegene Verteidigungsanlage von Saint-Paul
besteht ebenfalls aus einer Kurtine, die 2 Bastionen
miteinander verbindet. Der dort hoch aufragende viereckige
Turm war einst ein Gefängnis. An der Bastion
im Nord-Westen, hinter der Kurtine Sainte Claire,
lag die Pignatère, die ehemalige Töpferei.
Kurz davor öffnet sich das nördliche Stadttor,
wo Sie Überreste der ersten, schon vor dem 15.
Jahrhundert erbauten Stadtmauer sehen können.
Aus der Ostflanke der Bastion der Porte de France
ragt ein Kanonenrohr heraus. Im Süden folgen
Sie Kurtinen und Plattformen bis zur Bastion im Süd-Osten.
Sie kommen dann an der Bürgermeisterei vorbei,
die sich in dem Bergfried aus dem 14.Jahrhundert einquartiert
hat. Dann stoßen Sie bis zur Kirche vor, die
vermutlich aus dem 12. Jahrhundert stammt und in der
herrliche Gemälde und zahlreiche Heiligenschreine
ausgestellt sind.
Der Besuch der Kapelle gibt Ihnen die Gelegenheit
zu einem Spaziergang, der Sie vom Hügel Passe-Prest
bis zur Straße de la Colle führt. Kehren
Sie ins Dorf zurück und schlendern Sie durch
die Gässchen. Das schönste Wohnhaus gehörte
den Barcillon und soweit das Auge reicht, werden wir
von verwinkelten Straßen und kleinen Plätzen,
Brunnen und alten Steinhäusern verzaubert. Zum
Besuch von Saint-Paul gehört unbedingt die Besichtigung
der Maeght Stiftung.
Die am 28. Juli 1964 von André Malraux eingeweihte
Stiftung wurde nach den Plänen des spanisch-amerikanischen
Architekten José-Luis Sert in einem Stil erbaut,
sich der vorliegenden Geländeform anpasst. Auf
dem Platz der Grande Fontaine wurde unter Charles
III. der sonnabendliche Markt abgehalten. Vor dem
Café de la Place werden heute die besten Boulewettspiele
ausgetragen. Die an der Dekoration beteiligten Künstler
folgten dem Architekten in seinen Spielen der Innen-
und Außenvolumen: Mosaiken von Chagall, Skulpturen
und Mosaiken von Miro, Mosaiken und Fenster von Tal-Coat,
Bassin und Fenster von Ubac, Skulpturenensemble von
Giacometti
Das Museum für zeitgenössische Kunst der
Stiftung beherbergt beachtliche Sammlungen von Gemälden,
Skulpturen, Wandteppichen, Keramiken und Zeichnungen.
Die Stiftung Maeght kennzeichnet sich ebenfalls durch
einen ausgedehnten Bereich, der für den Empfang
des Publikums bereitsteht. Eine Bibliothek, ein Gasthaus,
ein Projektionssaal ergänzen das Angebot: Konferenzen,
Ausstellungen, Tanzveranstaltungen u.v.a.
Freizeit und Sports
Reiterhof, Tennisklub und Fußwanderwege runden
Ihren Aufenthalt angenehm ab.
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